Länder

Husumer Punks erheben Vorwürfe gegen Bundespolizei

DORTMUND, 18. JULI 2011 – Einem Artikel der taz zufolge haben 15 Husumer Punks angekündigt, Strafanzeigen gegen die Polizei zu stellen: Sie seien in Neumünster aus einem Zug geholt worden, mit Schlagstöcken geschlagen und in einem Abteil voller Pfefferspray nach Hamburg verfrachtet worden.

Die Gruppe aus Husum hatte sich an jenem Samstag in Hamburg mit anderen Punks über Facebook verabredet, um gemeinsam zu einem Konzert nach Flensburg zu fahren. Der Zugbegleiter beendete die Fahrt in Neumünster. Am Bahnsteig kam es zu Rangeleien mit der Bundespolizei, wobei nach Mitteilung der Bundespolizei vier Beamte verletzt wurden. Vier Personen wurden in Gewahrsam genommen, gegen zumindest einen der Punks wurde Anzeige wegen Widerstand und Körperverletzung erstattet.

Zu den Vorwürfen der Punks hat die Bundespolizei Flensburg keine Stellungnahme abgegeben. Der schleswig-holsteinische Linkspartei-Landtagsabgeordnete Heinz-Werner Jezewski hat eine parlamentarische Anfrage angekündigt.

Ergänzung 03.08.2011:
Inzwischen hat die Fraktion Die Linke im Bundestag eine Kleine Anfrage bezüglich der Vorfälle am Bahnhof Neumünster gestellt.
Link zur Kleinen Anfrage (PDF)

Quellen:
TAZ: Punks wollen Polizei anzeigen. Szenen eines Viehtransports. 18.07.2011
TAZ: Auch Punks dürfen sich frei entfalten. Maßlos und rechtswidrig. 18.07.2011
WELT: Kompakt Neumünster/Hamburg: Punks randalieren in Zug. 11.07.2011
STERN: Randale im Regionalzug. 200 Punker geraten mit Polizei aneinander. 10.07.2011
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag: Bahnhof Neumünster. Randale: Punks verletzen 4 Polizisten. 09.07.2011
HAMBURGER ABENDBLATT: Neumünster. 200 Punker randalieren in Zug – vier verletzte Polizisten. 10.07.2011
NDR: Punker-Krawalle im Zug. 10.09.2011

Mehr?

LänderStellungnahmen

Bundesregierung steht Rede und Antwort zum Thema Racial Profiling bei der Bundespolizei

LänderThemen

Neuer Amnesty-Bericht: Deutschland lässt die Opfer rassistischer Gewalt im Stich

Länder

Namens- oder Nummernschilder: Erneute Debatte, alte Argumente