Über uns

Die Themenkoordinationsgruppe 2905 Polizei und Menschenrechte

Die Koordinationsgruppe Polizei ist eine Expert_innengruppe innerhalb der deutschen Sektion von amnesty international. Ihr Fachwissen zu Polizeithemen und ihre Kontakte in die Polizei oder zu Polizeiverantwortlichen, zu Wissenschaftlern, Medien oder Politikern und Regierungsmitgliedern helfen amnesty international für Polizeireformen in Deutschland werben oder internationale Kampagnen gegen Polizeigewalt zu unterstützen.

Unsere Gruppe hat einen kleinen Kreis eingetragener amnesty Mitglieder und ein größeres Umfeld an Unterstützer_innen. Wir alle sind ehrenamtlich und damit unentgeltlich tätig. Uns eint das Engagement gegen Polizeigewalt.

Ursprünglich 1992 als Berufsgruppe Polizei gegründet, sind natürlich Polizistinnen und Polizisten Mitglieder unserer Gruppe. Mitglieder unserer Gruppe sind aber auch Jurist_innen, Wissenschaftler_innen ( z. B. Kriminolog_innen ), Student_innen, Journalist_innen und andere Berufsgruppen.

In einem persönlichen Gespräch geben wir auf weitere Fragen gerne Auskunft zur Koordinationsgruppe-Polizei oder nutzen Sie für eine erste Kontaktaufnahme unser Mailformular.

 

Amnesty International und Polizei? Ein Widerspruch?

Menschenrechte sind die angeborenen, unveränderlichen Rechte und Freiheiten jedes Menschen gegenüber staatlichen Eingriffen. Diese Rechte stehen nicht zur Disposition staatlichen Handelns.

Staatliches Handeln erfolgt durch die Exekutive des Staates. Die Polizei ist Teil einer jeden staatlichen Exekutive. Sie ist im Rahmen von Recht und Gesetz befugt, in die Rechte der Bürger einzugreifen, allerdings nicht schrankenlos.

Amnesty International dokumentierte in den vergangenen Jahren in mehr als 80 Staaten Folterungen und Misshandlungen durch staatliches Handeln, auch durch polizeiliches Handeln. In der Bundesrepublik Deutschland haben Menschen ebenfalls polizeiliche Übergriffe erdulden müssen.

Die Koordinationsgruppe Polizei will einen Beitrag leisten, damit Rechtsverletzungen durch polizeiliches Handeln zukünftig nicht mehr geschehen, weder in Deutschland noch in anderen Ländern.

Die Koordinationsgruppe Polizei besteht aus Mitgliedern von amnesty international, die sich zum Ziel gesetzt haben, polizeiliches Handeln zu beobachten, polizeiliche Übergriffe zu dokumentieren, Aufklärung und notfalls strafrechtliche Verfolgung der Täter_innen zu verlangen. Zudem setzen wir uns für Polizeireformen ein, die künftig Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei verhindern. Dazu gehören die statistische Erfassung von polizeilichen Übergriffen, die Einrichtung unabhängiger Polizeikommissionen und eine menschenrechtsorientierte Polizeiausbildung und Polizeiführung.